UA-52502880-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Worum geht es wirklich, wenn weiterder Versandhandel mit RX-Arzneimitteln nicht verboten wird:

Kurzfristig:

Arzneimittelpreisverordnung gilt nicht für ausländische Apotheken.

Ausländische Apotheken wollen mit Krankenkassen Verträge für Rabatte für Krankenkassen und Patienten aushandeln. Konzerne greifen damit in die Preiskalkulation von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein.

Damit ausländische Apotheken einen sich lohnenden Marktanteil ergattern, müssen die Patienten zu diesen Apotheken gezielt gesteuert werden.

Langfristig:

Arzneimittelpreisverordnung dürfte auch in Deutschland nicht zu halten sein. Damit auch nicht das gesetzliche Verbot von zu großen Einkaufrabatten.

Sehr große deutsche Apotheken können eine Zeit mithalten und können ebenfalls Einzelverträge mit Krankenkassen abschließen, was auch nur wieder lohnt, wenn Patienten gezielt zu diesen Apotheken gesteuert werden.

Kleine Apotheken auf dem Land und in den städtischen Außenbezirken haben keine Chance da mitzuhalten, denn ca. 60 – 70% des Umsatzes bestehen aus RX-Arzneimnitteln. Werden sie gezielt staatlich unterstützt, wird ausländischen Apotheken der Marktzugang wieder erschwert, neue Klagen folgen, diesmal sicher zum Fremd- und Mehrbesitzverbot. Außerdem müsste diese Unterstützung von anderen Apotheken finanziert werden oder gar von den Patienten auf dem Land, also eine Schlechterstellung der Patienten auf dem Land, will man das wirklich? Zusätzlich wird diese Unterstützung wohl kaum ausreichen, um 60% des Umsatzes aufzufangen.

Fällt das Fremd- und Mehrbesitzverbot, haben die heutigen deutschen Apotheken, insbesondere die größeren an attraktiven Standorten, keine Chance da mitzuhalten, es beginnt ein ruinöser Wettbewerb mit dem gesamten Sortiment.

Der wirtschaftlich sehr unabhängige freie Heilberuf Apothekeninhaber wird abgeschafft. Es bleiben angestellte Apotheker zur Aufsicht der Logistik und evtl. etwas Beratung, die aber nicht das Geschäft stören darf. Der Verdienst ist wahrscheinlich besser als heute, aber von einem unabhängigen freien Heilberuf, der das Wohl der Patienten und nicht den Umsatz des Konzerns in den Mittelpunkt des Geschäfts stellt, bleibt nichts mehr übrig.

© 2018. Liste Aktiver Apotheker*innen. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

 

Auf Social Media teilen